Asien 2006

Freitag, Mai 05, 2006

Trekking

Die letzten zwei Tage verbrachte ich off the road im Dschungel der Berge Thailands. Zusammen mit zwei Taiwanesinnen ging es mit unserem Guide, ein billiger Ramboverschnitt, der sich selbst Tu Badman nennt, und Kim, sein netter Begleiter, (wer ist wohl wer?) auf steilen von Pflanzen ueberwachsenen "Pfaden" bergauf, bergab, ueber Baeche, bergauf, bergab, ueber noch mehr Baeche, ... Richtung ein Dorf der Lahu, ein Bergbauernvolk.

Anfangs durfte ich die Gruppe anfuehren. Doch da wir schon zwei (gar nicht mal so kleine) Schlangen vom Weg aufgescheucht haben, war ich gar nicht mal so ungluecklich, als Rambo die Fuehrung uebernahm, als man den Weg nicht mehr mit freiem Auge ausmachen konnte.

Im Dorf, wo wir dann auch die Nacht verbrachten - aber das ist eine andere Geschichte -, angekommen, schnell eine Nudelsuppe bekommen, da wir am Nachmittag weitermaschierten, zu einem Dorf der Akha. Selbst diese beiden Doerfer (ca. 2h Fussmarsch entfernt) unterscheiden sich voellig in Kultur, Sprache, ... voneinander. Die Kinder lernen erst in der Schule Thai...

Am Abend wieder ins Lahu-Dorf zurueckgekommen. Konnten etwas in deren Leben eintauchen (die Kinder erhielten auf der "Terasse der Lehrerin" Unterricht, auf "unserer" Terasse sassen wir dann noch mit einigen Lahus beim Abendessen zusammen... Geschlafen haben wir - also die Taiwanesinnen, ich, Rambo und noch einige andere Dorfbewohner - gemeinsam in der Wohnschlafzimmerkueche, da das Haus nur einen Raum besitzt. Es stank etwas verraucht, da im gleichen Raum ja auch auf offener Flamme unser Essen gekocht wurde. Da die Regierung die Bergvoelker seit kurzem unterstuetzt, um sie vom Opiumanbau wegzubekommen, besitzt jedes Haus immerhin eine kleine Solarzelle, um etwas Licht zu haben.

Am naechsten Morgen (die Gockelhaehne fangen hier schon um 4:00 Uhr an zu schreien - und es gab nicht nur einen Gockelhahn - ich habe 7 gezaehlt) ziemlich frueh aufgestanden und ne heisse Dusche genommen. Bloedsinn. Dusche gibt es hier nicht, heisses Wasser genauso wenig. So ging es also ziemlich verdreckt (1. ist es hier ja immer sehr, sehr heiss 2. mussten wir teilweise am Boden unter den Lianen kriechen, um am Weg zu bleiben 3. hatten wir bereits einen langen Wandertag hinter uns und 4. einfach so) weiter.
Nach 4 Stunden durch den dicksten Dschungel und entlang/durch eines/einen Bach/es erreichten wir einen Wasserfall, wo wir uns ein wenig abkuehlen (und vorallem waschen) konnten. Dann mit dem Jeep auf steilen Strassen (ich musste mich in einer Kurve aus dem Auto lehnen, damit es nicht umkippte) zurueck nach Chiang Rai (nach einem kleinen Zwischenstopp inklusive Bad in sehr heissen schwefelhaltigen Quellen).

Bis demnaechst,
Basti!